Vlogging und Kreation
Osmo Pocket 4P: Was sich durch das doppelte Ziel ändert

Zwei Objektive auf einer einzigen Frontplatte: Die DJI Osmo Pocket 4P kombiniert ein 20-mm-Weitwinkelobjektiv (äquivalent zu Kleinbild) vor einem 1-Zoll-Sensor und ein 60-mm-Teleobjektiv (äquivalent zu Kleinbild) vor einem zweiten Sensor. Das Ergebnis ist einfach: Sie können den Bildausschnitt ändern, ohne das Bild weiterzuspulen oder zu beschneiden. Im Folgenden wird erläutert, welche Möglichkeiten dies bietet und in welchen Situationen es nicht notwendig ist.
Was ändert sich beim Filmen von 20 mm auf 60 mm?
Bei gleichem Abstand lässt eine längere Brennweite das Motiv im Bildausschnitt deutlich größer erscheinen – das ist der entscheidende Unterschied zwischen einem 20-mm-Weitwinkelobjektiv und einem 60-mm-Teleobjektiv. Übertragen auf die Filmproduktion bedeutet das: Man kann eine Büste während eines Interviews filmen, ohne die Kamera auf den Tisch zu stellen; man kann die Details der Hände eines Handwerkers einfangen, ohne die Kamera zwischen ihm und seiner Werkbank hindurchzureichen; man kann einen Teller inmitten eines Servicevorgangs isolieren, ohne dass der Kellner zurücktreten muss.
Der zweite Effekt wird seltener diskutiert und ist auf dem Bildschirm oft deutlicher sichtbar: Eine lange Brennweite lässt die Ebenen flach erscheinen und trennt das Motiv vom Hintergrund. Genau das unterscheidet ein mit dem Handy aufgenommenes Foto sofort von einer gut komponierten Aufnahme. Ein Ultraweitwinkelobjektiv hingegen lässt alles flach erscheinen und verzerrt Gesichter, sobald man näher herangeht.

Warum dies nicht dasselbe ist wie ein digitaler Zoom
Fast alle Kompaktkameras bieten eine Zoomfunktion. In den meisten Fällen ist diese digital: Die Kamera schneidet einen Teil des bereits vom Sensor erfassten Bildes aus und vergrößert ihn anschließend. Eine zweite Linse erzeugt jedoch bereits vor der Aufnahme ein engeres Bild.
| Kriterien | Digitaler Zoom | Zweites Ziel |
|---|---|---|
| Definition einer Nahaufnahme | Nur ein Teil der Pixel | Die vollständige Definition des Sensors |
| Leistung bei schwachem Licht | Das Rauschen wird zusammen mit dem Bild vergrößert. | Durch die Vergrößerung wird kein Rauschen erzeugt, dafür ist der Sensor kleiner als beim Weitwinkelobjektiv. |
| Hintergrunddarstellung | Unverändert, nur neu formuliert | Komprimierte Aufnahmen, losgelöstes Subjekt |
Der 1-Zoll-Sensor, die andere Hälfte der Gleichung
Der Sensor im Hauptobjektiv misst 1 Zoll und ist damit deutlich größer als die Sensoren von Action-Kameras, deren Größe nur Bruchteile eines Zolls beträgt. Eine größere Sensorfläche fängt bei gleicher Belichtungszeit mehr Licht ein, und genau hier stoßen kleine Kameras an ihre Grenzen: in Restaurants, am späten Nachmittag oder in einem Fitnessstudio mit Neonlicht. Allerdings gibt es einen wichtigen Haken: Dieser große Sensor ist für das Weitwinkelobjektiv vorgesehen. Das Teleobjektiv verwendet einen kleineren 1/1,28-Zoll-Sensor mit geringerer maximaler Lichtempfindlichkeit – es stößt also bei nachlassendem Licht als erstes an seine Grenzen.
Wir haben diesen Punkt separat dokumentiert, mit Einstellungen, die eine Sequenz speichern, wenn das Licht nachlässt: Nachtaufnahmen mit einer Action-Kamera. Der Ratschlag bleibt gültig; die Ausrüstung ändert lediglich den Schwellenwert, ab dem er notwendig wird.

Was dies in einer Tasche ersetzt
Vergleichen wir sie mit bereits verfügbaren Mietkameras. Die GoPro HERO 12 Black bietet zwar mehrere digitale Objektive, aber nur ein einziges physisches Objektiv – und dieses ist sehr weitwinklig. Alles an ihr ist von Grund auf auf Weitwinkel ausgelegt: Sie ist eine Kamera, die für Nahaufnahmen konzipiert wurde, nicht für enge Bildausschnitte aus drei Metern Entfernung.
Die Insta360 X5 besitzt ebenfalls zwei Objektive, die jedoch Rücken an Rücken angeordnet sind, um die gesamte Kugel zu erfassen: Anschließend wird ein 360-Grad-Bild erstellt. Es treffen also zwei gegensätzliche Ansätze aufeinander – einerseits das nachträgliche Zuschneiden, andererseits die Wahl der Brennweite während der Aufnahme.
Fälle, in denen das doppelte Ziel nutzlos ist
Das zu verschweigen, wäre zwar ein Verkaufsargument, aber kein hilfreiches. Ein Teleobjektiv ist für Landschaftsaufnahmen ungeeignet, hier benötigt man ein Weitwinkelobjektiv. Ebenso nutzlos ist es für rasante Actionaufnahmen, bei denen man aus nächster Nähe filmt und selbst kleinste Erschütterungen durch die lange Brennweite verstärkt werden. Und es hat auch dort nichts zu suchen, wo ein wasserdichtes Kameragehäuse unerlässlich ist: unter Wasser, im Schnee oder auf einem Helm.
Für diese Anwendungsfälle ist eine Action-Kamera nach wie vor das richtige Werkzeug, und unsereVergleich zwischen 360°- und Action-Kameraswird Ihnen das vollständige Schiedsverfahren gewähren.

Ab wann kann man es mieten?
Die DJI Osmo Pocket 4P ist seit dem 27. August 2026 in unserem Park. Sie ist als DJI Osmo Pocket 4P zu mieten. Wir haben das Gerät noch nicht selbst getestet: Alles oben Genannte beschreibt die Möglichkeiten des Gerätedesigns und nicht einen Praxistest, den wir nicht durchgeführt haben. Was Sie erhalten, ist das Creator Combo – derselbe Karton, den DJI und seine Händler auch Vlog Combo nennen – und niemals das Standard Combo, das schlechter ausgestattete Paket. Sein Zubehör – Funkmikrofon-Set DJI Mic Mini 2, Osmo FrameTap, Osmo Mini-Stativ, Zusatzleuchte Osmo Pocket 4 – ist in der Buchung enthalten, ohne Aufpreis und ohne anzukreuzendes Kästchen.
Beim Kauf stellt sich die Wahl dagegen sehr wohl: DJI zeigt nur das Standard Combo für 599 € an (Preisstand: 19. August 2026); das Vlog Combo, also das Creator Combo, wird von Händlern für rund 690 € angeboten. Auf dieses sollten Sie achten, wenn Sie kaufen statt mieten.
Der Kalender ist ab sofort buchbar. Falls ihre Termine bereits vergeben sind, kann das Paket „ HERO 12“ tage- oder wochenweise gemietet werden – die aktuellen Preise stehen auf seinem Datenblatt –, inklusive einer 1-TB-microSD-Karte und einem Hartschalenkoffer.
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