Action- und 360°-Kameras
Unter Wasser filmen: Komplette Anleitung mit GoPro und wasserdichtem Gehäuse

Das Filmen unter Wasser gehört zu den spektakulärsten Einsatzmöglichkeiten einer Actionkamera. Schnorcheln in den Buchten, Tauchen im Mittelmeer, Spielen im Schwimmbad: Unterwasserbilder üben eine einzigartige Faszination aus. Mit einem GoPro und ein paar ausgewählten Zubehörteilen können Sie dokumentarische Aufnahmen machen. Hier ist der vollständige Leitfaden für erfolgreiche Unterwasservideos.
Welche Ausrüstung zum Filmen unter Wasser?
Die Wahl der Kamera hängt vor allem von der Zieltiefe ab. Ein Standort GoPro Hero 12 ist ohne Gehäuse bis zu 10 Meter wasserdicht, was Schnorcheln und Schwimmen weitgehend abdeckt. Für tiefere Tauchgänge ist ein spezielles wasserdichtes Gehäuse erforderlich, um das Gehäuse vor Druck zu schützen. Der Standort GoPro Hero 11 bietet eine vergleichbare Unterwasserleistung und bleibt eine ausgezeichnete Wahl.
Die Entscheidung wird in zwei Fällen getroffen: Beim Schnorcheln und Schwimmen reicht das bloße Etui; Beim Tauchen und Freitauchen ist die Box systematisch. Lesen Sie im Zweifelsfall die Anweisungen des genauen Modells, das Sie verwenden, und setzen Sie die Kamera niemals mit Gewalt über die zugelassene Tiefe hinaus ein: Das Gehäuse gibt keine Warnung aus, bevor es nachgibt.
Auf der Zubehörseite machen vier Elemente den Unterschied:
- Der Rotfilter: Unter Wasser unerlässlich, gleicht er den durch die Tiefe verursachten Verlust an warmen Farben aus und filtert auf natürliche Weise Rot- und Orangetöne.
- Der schwebende Griff: Ein schwebender Griff verhindert, dass Sie die Kamera verlieren, wenn sie Ihnen aus den Händen rutscht, und erleichtert das Fotografieren auf Armeslänge.
- Tauchbare LED-Beleuchtung: Unverzichtbar in trüben Gewässern oder in mehr als ein paar Metern Tiefe, wo das natürliche Licht schnell nachlässt.
- Der Aufsatz: Maske, Brustgurt oder Griff, je nach gewünschtem Blickwinkel und ob man die Hände frei haben möchte oder nicht.
Eine 360-Grad-Kamera wie die Insta360 X5 nähert sich dem Motiv anders: Sie zeichnet die gesamte Szene auf und ermöglicht es Ihnen, den Bildausschnitt im Inneren zu wählen, was unter Wasser wertvoll ist, wo selten ein Fischschwarm an der Stelle vorbeizieht, an der Sie gesucht haben. Überprüfen Sie einfach die vom Modell zugelassene Tiefe und bringen Sie für den Abstieg eine eigene Box mit.
Vor dem Eintauchen prüfen
Es ist der Umzug, den wir überspringen, wenn wir es eilig haben, und der am meisten kostet. Nehmen Sie sich vor jedem Start dreißig Sekunden Zeit, um Folgendes zu überprüfen:
- Dass alle Seitenklappen – Akku, Ladeanschluss, Speicherkarte – perfekt geschlossen und verriegelt sind.
- Dass die Dichtungen sauber und frei von Sand oder Staub sind.
- Dass das Objektiv und die Schutzlinse keine Flecken oder Kratzer aufweisen.
Ein einfaches Sandkorn, das in einer Fuge steckt, reicht aus, um ein Eindringen zu verursachen und das Gerät zum Scheitern zu bringen. Diese Prüfung gilt sowohl für das bloße Gehäuse als auch für die Box.
Optimale Einstellungen
Eine gute Konfiguration vermeidet viele Enttäuschungen unter der Oberfläche.
- Auflösung und Bildrate: Ein 4K-Format bietet eine filmische Wiedergabe; Erhöhen Sie das Tempo, wenn Sie langsamer werden möchten. Der lineare Modus ohne Verzerrung sorgt für natürlichere Bilder.
- Weißabgleich: Oberflächlich betrachtet reicht die Automatik aus. Verwenden Sie unter Wasser den Wassermodus, falls verfügbar, andernfalls eine geeignete manuelle Balance in Kombination mit dem Rotfilter – oder eine neutrale Einstellung, die bei der Bearbeitung korrigiert werden soll, wodurch mehr Informationen im Bild erhalten bleiben.
- Belichtung: Sperren Sie die Belichtung, um Schwankungen beim Wechsel von einem hellen in einen dunklen Bereich zu verhindern. Durch die Steuerung der Empfindlichkeit wird auch digitales Rauschen begrenzt, das im Blau des Wassers deutlich sichtbar ist.

Schießtechniken
Unter Wasser verändern Gesten alles. Bewegen Sie sich langsam und flüssig: Plötzliche Bewegungen erzeugen instabile Bilder und erschrecken Wildtiere. Bewegen Sie sich vorsichtig mit der Flosse und nutzen Sie Ihre Arme als Stabilisatoren. Die langsame Kamerafahrt entlang eines Riffs oder eines Fischschwarms ergibt die schönsten Sequenzen.
Gehen Sie so nah wie möglich an Ihre Motive heran: Wasser verringert mit zunehmender Entfernung die Schärfe und den Kontrast, und das Zoomen macht die Sache nur noch schlimmer – es ist besser, physisch näher heranzukommen. Ein aus dreißig Zentimetern Entfernung gefilmter Fisch ist viel beeindruckender als ein aus drei Metern Entfernung gefilmtes Riff. Seien Sie geduldig: Meerestiere gewöhnen sich an Ihre Anwesenheit, wenn Sie still bleiben.
Nutzen Sie das natürliche Licht
Licht ist Ihr bester Verbündeter unter Wasser. Filmen Sie mitten am Tag, wenn die Sonne hoch steht: Ihre Strahlen dringen tiefer ein und erzeugen diese herrlichen Lichtstrahlen. Positionieren Sie sich mit dem Gesicht zur Sonne für dramatische Hintergrundbeleuchtung oder mit dem Rücken zur Sonne für lebendige Farben. Je weiter man nach unten geht, desto mehr wird die Palette blau: Hier wird die zusätzliche Beleuchtung relevanter.
Gerätesicherheit und Wartung
Tauchen Sie niemals über Ihre Fähigkeiten oder die Tiefe hinaus, die Ihre Ausrüstung unterstützt, und behalten Sie stets die Umgebung im Auge und nicht den Bildschirm.
Sobald Sie an Land sind, ist die Routine kurz, aber nicht verhandelbar. Spülen Sie die Kamera und ihr Zubehör nach dem Meer oder nach dem Schwimmen sorgfältig mit Süßwasser ab: Salz und Chlor sind beide ätzend. Trocknen Sie die Außenseite anschließend mit einem weichen Tuch im Schatten und niemals in direktem Sonnenlicht. Öffnen Sie keine Klappe, während die Kamera nass ist, und niemals mit nassen Händen: Genau in diesem Moment dringt Wasser ein. Lagern Sie die Ausrüstung abschließend an einem trockenen Ort.
Postproduktion
Selbst bei den besten Einstellungen weisen Ihre Unterwasservideos häufig einen Blau- oder Grünstich auf. Kostenlose Bearbeitungssoftware wie DaVinci Resolve macht die Farbkorrektur einfach: Heben Sie die Rot- und Orangetöne hervor, passen Sie den Kontrast und die Sättigung leicht an, um natürliche, lebendige Farbtöne zu erhalten.
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