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Osmo Pocket 4P: hochkant filmen, ohne zu beschneiden

4 Min. LesezeitL’équipe Fox Rider
Eine Frau hält eine Taschenkamera mit Gimbal am ausgestreckten Arm an einem Fluss, vor einem Uhrturm, in der Dämmerung

Die Frage kommt bei jeder Vermietung einer Taschenkamera: „Ich veröffentliche auf TikTok und Instagram, also filme ich normal und schneide hinterher zu, oder?“ Kann man, und die meisten Kameras erzwingen es sogar. Aber bei der DJI Osmo Pocket 4P ist das der falsche Reflex, und drei Zeilen Rechnung genügen, um es zu zeigen.

Die Rechnung, in Pixeln

Ein 4K-Video in 16:9 misst 3 840 Pixel in der Breite und 2 160 in der Höhe. Um daraus eine hochkante 9:16-Einstellung zu gewinnen, behält man die volle Höhe und wirft die Seiten weg: übrig bleiben 1 215 Pixel Breite auf 2 160 Höhe, also 2,6 Megapixel. Mehr als zwei Drittel der Breite sind im Müll.

Das Datenblatt von DJI nennt für die Pocket 4P einen nativen Hochkantmodus von 1 728 mal 3 072 Pixeln, bis zu 60 Bilder pro Sekunde. Das sind 5,3 Megapixel, doppelt so viele — und vor allem 3 072 Pixel Höhe statt 2 160. Auf einem senkrecht gehaltenen Telefon ist genau diese Höhe das, was man ansieht.

Was das beim Filmen ändert

  • Der Bildausschnitt stimmt sofort. Was Sie auf dem Display sehen, wird veröffentlicht. Nachträglich zu beschneiden heißt zu kadrieren, ohne das Motiv vor sich zu haben — so schneidet man Köpfe ab.
  • Die Stabilisierung arbeitet am richtigen Ausschnitt. Der mechanische Drei-Achsen-Gimbal hält das Bild ruhig, das tatsächlich aufgezeichnet wird. Hinterher in ein bereits stabilisiertes Bild hineinzuschneiden ist besser als nichts, aber nicht dasselbe.
  • Die Motivverfolgung ebenso. DJI nennt ActiveTrack 8.0, das das Motiv im Bild hält. Dieses Bild muss allerdings dasjenige sein, das Sie veröffentlichen.

Taschenkamera mit Gimbal, Display waagerecht ausgeklappt und 16:9 anzeigend, daneben eine Aufhelllampe

Drei Bildformate, und ein Display, das sich dreht

Das Datenblatt von DJI nennt drei Bildformate: 16:9, 9:16 und 1:1. Das 2-Zoll-Display klappt aus und dreht sich, und DJI widmet ihm ein eigenes Tutorial — „Rotatable Touchscreen and Button Features“, vier Minuten achtunddreißig, auf Englisch und ohne jeden Untertitel. Das gilt für alle vier Videos, die ich mit dieser Kamera verschicke: alle englisch, zwei ganz ohne Untertitel. Ich erwähne es, weil genau solche Details darüber entscheiden, ob ein Mieter die Einstellung findet oder nicht.

Was natives Hochkant nicht löst

Zuerst der Ton. Eine hochkante Einstellung zeigt fast immer jemanden, der spricht, und das Mikrofon einer Kamera am ausgestreckten Arm nimmt die Straße genauso auf wie die Stimme. Laut der Produktseite der Pocket 4P mit Stand vom 30. August 2026 steht ein drahtloses Mikrofonset bei den enthaltenen Zubehörteilen, zu null Euro; prüfen Sie die Seite bei der Buchung, sie ist maßgeblich.

Dann das Licht. Ein Gesicht, das am späten Nachmittag drinnen gefilmt wird, ist ein graues Gesicht, und kein Sensor ersetzt fehlendes Licht. Auch eine Aufhelllampe steht auf dieser Seite beim enthaltenen Zubehör. DJI widmet ihr das kürzeste seiner vier Videos, eine Minute vierzehn.

Eine Hand hält eine Taschenkamera mit Gimbal im Freien, das Doppelobjektiv nach oben gerichtet

Zwei Grenzen, die man kennen sollte, bevor man alles hochkant dreht

Eine hochkante Einstellung lässt sich nicht auf 16:9 beschneiden. Das geht nur in eine Richtung. Wenn dieselbe Sequenz für YouTube und für TikTok taugen soll, drehen Sie in 16:9 und nehmen den Verlust beim Beschneiden in Kauf — oder Sie drehen zweimal.

Und das Log-Profil folgt Ihnen nicht überall hin: DJI beschränkt D-Log 2 mit 10 Bit auf den Zoom 1×, also allein auf das Weitwinkel. In Zeitlupe und Zeitraffer bleiben nur die optischen Brennweiten 1× und 3× wählbar. Log und Tele lassen sich also nicht kombinieren. Was das Doppelobjektiv ändert beschreibt diese Aufteilung.

Taschenkamera auf einem runden Tisch, daneben zwei Funkmikrofone, ihre Ladebox, eine Aufhelllampe und ein Griff

Und wenn Sie beide Formate auf einmal wollen

Dann brauchen Sie keine Taschenkamera, sondern eine 360: Sie zeichnet die ganze Sphäre auf, und Sie holen daraus hinterher so viele hochkante und querformatige Ausschnitte heraus, wie Sie möchten. Das Prinzip steht in Hochkant-Inhalte mit einer 360-Kamera erstellen. Der Preis dafür: geringere Auflösung je Ausschnitt und ein zusätzlicher Schnittschritt. Zum Grundsätzlichen der Leitfaden zu den Videoformaten; zur Entscheidung zwischen beiden Geräten der Vergleich von X6 und Pocket 4P.

Das Praktische

Die Pocket 4P lässt sich tageweise wie wochenweise mieten, mit 200 € Kaution, die gesperrt und vollständig zurückgegeben wird. Im Karton liegt eine microSD-Karte SanDisk Extreme mit 1 TB, zusätzlich zu den 103 GB internem Speicher, die DJI angibt, und die Miete kann bis zu 62 Tage laufen. Der aktuelle Preis und alles Weitere stehen auf der Produktseite der Pocket 4P.

Verfügbare Termine für die DJI Osmo Pocket 4P ansehen

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